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Den Moment genießen – 6 Achtsamkeitsübungen Teil 2

Den Moment genießen – 6 Achtsamkeitsübungen Teil 2

Du kannst mit einfachen Übungen Schritt für Schritt lernen, schnell abzuschalten und den Moment voll und ganz zu genießen.

Achtsamkeitsübungen helfen dir dabei im Hier und Jetzt anzukommen.

Wir haben uns im Alltag sehr daran gewöhnt, meist mit den Gedanken woanders zu sein. Wir denken über Vergangenes nach oder planen Neues.

Blog als Audio (gelesen von Bianca Ritter)

 

Viele Dinge erledigst du wahrscheinlich ganz automatisch ohne darüber nachzudenken, was du genau tust. Das ist praktisch, aber leider nimmst du dadurch den Augenblick nicht mehr wahr.

Du bist nicht wirklich anwesend.

Wenn du immer schon mit deinen Gedanken weiter bist, schon den nächsten Schritt planst, anstatt das zu erleben, was gerade um dich herumgeschieht, dann ist es schwer für dich, den Augenblick zu genießen. Du bekommst ihn gar nicht richtig mit.

Wenn du dich daran gewöhnt hast, passiert dir das dann auch in Momenten, in denen du nichts tun und einfach nur genießen und ausspannen willst.

Das macht dich auf Dauer unzufrieden. Du hast das Gefühl, dir fehlt etwas.

Im 1. Teil der Achtsamkeitsübungen habe ich dir bereits drei Methoden gezeigt, hier findet du weitere drei.

Integrierst du die Übungen in deinen Alltag, so helfen sie dir dabei, den Moment intensiver zu spüren und schnell zu entspannen, wenn du Zeit dafür hast.

Entschleunige dein Leben. Schalte den Autopilot aus und erfahre, was du tust und was dich umgibt.

Lerne reines Beobachten ohne nachzudenken oder zu bewerten.

Du wirst die Zeit anders wahrnehmen und immer öfter im Hier und Jetzt sein und den Augenblick genießen.

Im Nichtstun entstehen neue Ideen

Eine neue Studie zeigt zudem folgendes: Wenn wir unseren Gedanken eine Pause gönnen, einfach einmal nichts tun und nur beobachten, was ist, entstehen plötzlich neue Ideen.

Das Gehirn nutzt die Pause, um vorhandenes Wissen miteinander zu verknüpfen.

Der Geist kommt zur Ruhe und hat Raum für Entspannung und Kreativität.

Hier die 6 Achtsamkeitsübungen im Überblick:

Teil 1

1. Morgenübungen – Starte achtsam in den Tag

2. Achtsamkeit im Alltag – Achte darauf, was du tust

3. Körperscan – Spür dich selbst

Teil 2

4. Momente sammeln

5. Achtsamer Spaziergang

6. Die Schönheit der kleinen Dinge

4. Momente sammeln

Das Leben setzt sich aus unzähligen, winzigen Momenten zusammen.

Erkenne die Kostbarkeit des Augenblicks.

Manchmal versuchen wir einen schönen Moment einzufangen, indem wir ein Foto machen. Wenn wir uns dann später das Foto anschauen, können wir uns vielleicht wieder genau an diesen Augenblick erinnern. Das kommt darauf an, wie intensiv wir ihn wahrgenommen haben.

Sammle Momente, in dem du sie dir bewusst einprägst. Nimm sie mit allen Sinnen wahr, spüre sie in deinem Herzen.

Stelle dir den einzelnen Moment wie ein Standbild vor, halte inne und spüre.

Was siehst du, was hörst du, wie fühlt es sich an? Was riechst du? Was ist das Besondere an diesem einen Augenblick?

Innezuhalten, gibt dir die Möglichkeit im Jetzt und Hier, anzukommen und dein Leben mehr zu genießen.

Wir alle haben solche Momente, an die wir uns erinnern. Sammle sie nun ganz bewusst.

Nimm auch die kleinen Augenblicke wahr, so dass dein Tag am Ende nicht einfach nur ein Tag war, sondern eine Reihe von einzelnen Augenblicken, an die du dich erinnern kannst.

Du wirst merken, dass du den einzelnen Augenblick viel bewusster wahrnimmst, wenn du ihn als einen deiner Momente sammelst.

5. Achtsamer Spaziergang

Versuche doch einmal bei deinem nächsten Spaziergang im Park oder im Wald die Natur um dich herum bewusst wahrzunehmen.

Mir ist es früher öfter passiert, dass ich spazieren ging und so in Gedanken versunken war, dass ich den Weg und alles um mich herum kaum wahrgenommen habe. Ich bin mit der Absicht raus in die Natur gegangen, um mich zu erholen und Kraft zu tanken, aber dann war ich eigentlich nur damit beschäftigt, die Erlebnisse des Tages oder Pläne für die Woche durchzugehen.

Ich habe kaum etwas von der Schönheit um mich herum mitbekommen. Und der Spaziergang war dann auch gar nicht so entspannend oder erholsam, wie erhofft.

Wie geht es dir? Wo bist du mit deinen Gedanken, wenn du spazieren gehst?

Blicke dich doch das nächste Mal etwas genauer um und betrachte den Weg, den du gehst.

Was siehst du?

Wie sehen die Bäume aus, die Struktur der Rinde, die Farben der einzelnen Blätter? Was wächst auf dem Waldboden? Vielleicht entdeckst du das ein oder andere, das du vorher nie bemerkt hast.

Bleibe zwischendurch auch einmal stehen und schließe deine Augen.

Was hörst du? Wie riecht es? Nimm es einfach wahr ohne es zu bewerten, ganz offen und aufmerksam.

Wenn du weitergehst, dann achte auch einmal darauf, wie du dich bewegst.

Verlangsame deinen Gang und setze bewusst einen Fuß vor den anderen. Wie fühlt sich der Boden unter deinen Füßen an? Ist er fest und glatt oder eher weich oder sehr uneben?

Du kannst auch an geführten Achtsamkeitswanderungen teilnehmen.

Finde die beste Möglichkeit für dich.

Du wirst überrascht sein, was du alles auf einem bekannten Weg noch siehst und wie bereichernd die Erfahrung des reinen Beobachtens sein kann.

Entdecke die kleinen Wunder am Wegesrand. Klick to tweet

6. Die Schönheit der kleinen Dinge

Schenke deine Aufmerksamkeit kleinen Dingen, die auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar wirken.

Widme dich zum Beispiel einer kleinen Blüte.

Wie viele Blütenblätter siehst du? Sind sie gleich groß? Erkennst du die feinen Farbnuancen, die Beschaffenheit der Blätter, die zarten Linien, die sie wie Adern durchziehen und mit Nährstoffen versorgen?

Beobachte eine Biene, wie sie emsig von Blume zu Blume fliegt, einen Grashalm, der sich im Wind wiegt oder einen kleinen Bach, der vor sich hinplätschert.

Oder betrachte dir einen Stein mal etwas genauer. Sieh dir seine Form, seine Struktur an. Welche Farben hat er? Kannst du ein Muster erkennen?

Du kannst auch einen deiner Finger einmal unter die Lupe nehmen. Form und Farbe des Fingernagels, die vielen feinen Linien auf deiner Haut, die deinen Fingerabdruck so einzigartig auf der Welt machen.

Nimm die Dinge wahr, als würdest du sie zum 1. Mal in deinem Leben betrachten.

Entdecke die Welt neu.

Erlebe ihre Schönheit und Einzigartigkeit in jedem Detail.

Hier kannst du die ersten 3 Achtsamkeitsübungen in Ruhe nachlesen.

In diesem Blogbeitrag erkläre ich sie dir ausführlich: 6 Achtsamkeitsübungen, die dein Leben bereichern (Teil 1)

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Bianca Ritter ist Buchautorin. Sie reist seit Anfang 2018 mit ihrem Mann und Hund durch Europa. Ihre Herzensmission ist es, Menschen dabei zu unterstützen,sich wieder mit ihrer inneren Stimme zu verbinden und herauszufinden, was sie im Leben wirklich glücklich macht.

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