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6 Achtsamkeitsübungen, die dein Leben bereichern Teil1

6 Achtsamkeitsübungen, die dein Leben bereichern Teil1

Wenn du Achtsamkeit in deinen Alltag integrierst, schenkt dir das mehr Gelassenheit und Lebensfreude.

Es bereichert dein Leben in vielerlei Hinsicht und hilft dir bei Stress.

Du kommst in dem Moment, im Hier und Jetzt an, wirst ausgeglichener und kannst den Augenblick genießen.

Und das Tolle ist, du kannst Achtsamkeit ganz einfach lernen.

Du kannst mit ganz kleinen Achtsamkeitsübungen anfangen und dir damit kurze aber sehr erholsame Auszeiten gönnen.

Blog als Audio (gelesen von Bianca Ritter)

Was bedeutet Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist reines Beobachten.

Du widmest dich voll und ganz einer Sache ohne über andere Dinge nachzudenken und ohne zu bewerten.

Dadurch erlebst du die einzelnen Momente viel intensiver, dein Geist kommt zur Ruhe und du kannst den Augenblick genießen. Das macht dich mit der Zeit immer zufriedener und entspannter.

Warum Multitasking dich auf Dauer stresst

Du bist es wahrscheinlich gewohnt, oft mit den Gedanken schon einen Schritt weiter zu sein und viele Dinge gleichzeitig zu erledigen.

Das hat in manchen Situationen Vorteile, aber auf Dauer stresst es dich und macht dich unzufrieden. Du fährst im Autopilot: Zähneputzen, Kaffeekochen, duschen, Auto fahren … vieles erledigst du ganz automatisch ohne darüber nachzudenken.

Vielleicht bist du dabei mit deinen Gedanken wo ganz anders und bekommst gar nicht mit, was um dich herum gerade ist und in dir vorgeht.

Warum ist das wichtig?

Es ist doch praktisch, wenn du Zähne putzt, hast du Zeit, um zu überlegen, was du anziehst, wenn du dich duschst, kannst du den Tag schon mal durchgehen, damit du nichts Wichtiges vergisst.

Aber du gewöhnst dich daran. Und wenn du dann Zeit hast, zum Entspannen und den Augenblick wirklich genießen willst, klappt es nicht. Es geht nicht auf Knopfdruck.

Dann sitzt du gemütlich draußen, willst einfach nur entspannen, aber deine Gedanken geben keine Ruhe. Erlebnisse gehen dir durch den Kopf oder du überlegst, was du später noch machen willst.

Den Augenblick intensiv zu erleben kann man lernen. Klick to tweet

Ich zeige dir 6 verschiedene Übungen, wie du Achtsamkeit in deinen Alltag integrieren kannst und so lernst im Hier und Jetzt zu sein und in Ruhe zu genießen.

Passe die Übungen an dich und deinen Tagesablauf an. Wähle das, was dich am meisten anspricht. Und sei nicht zu streng mit dir, wenn du am Anfang öfter abschweifst. Das ist normal. Deine Gedanken werden mit der Zeit von ganz alleine ruhiger.

Die 6 Achtsamkeitsübungen im Überblick:

Teil 1

1. Morgenübungen – Starte achtsam in den Tag

2. Achtsamkeit im Alltag – Achte darauf, was du tust

3. Körperscan – Spür dich selbst

Teil 2

4. Momente sammeln

5. Achtsamer Spaziergang

6. Die Schönheit der kleinen Dinge

1. Morgenübungen – Starte achtsam in den Tag

Gerade morgens haben wir oft starke Routine. Trau dich doch einmal daraus auszubrechen.

Bleibe noch einen Moment im Bett liegen und schau dich aufmerksam in deinem Zimmer um.

Betrachte, was du um dich herum siehst. Versuche nichts zu bewerten, schau es dir einfach an. Nimm es ganz bewusst wahr. Spüre auch in dich hinein. Wie fühlst du dich an diesem Morgen?

Wenn du duschen gehst, versuche dabei nicht schon den Tagesplan im Kopf durchzugehen.

Nimm die Wärme des Wassers wahr, den Geruch deines Schampoos, das gleichmäßige Plätschern des Wassers, das Gefühl der kleinen Tropfen auf deiner Haut.

Beobachte, wie es sich anfühlt und was du tust, beinahe so, als würdest du zum ersten Mal duschen.

Du kannst diese Übung auch anwenden, wenn du dir die Zähne putzt oder dein Gesicht wäschst. Welche Bewegungen machst du beim Zähneputzen? Wie riecht die Zahnpasta? Wie fühlt es sich an? …

Wenn du magst, kannst du an diesem Morgen auch deinen Ablauf ändern.

Wenn du die Routine unterbrichst, fällt es dir leichter, bewusst wahrzunehmen, was du machst.

Wichtig ist nur, dass du nicht in Eile bist. Stell dir den Wecker beispielsweise 10 Minuten früher, damit du dich auf die Übung einlässt.

Mit der Zeit wirst du merken, dass du nicht wirklich langsamer bist, wenn du die Dinge intensiv wahrnimmst, es kommt dir nur langsamer vor.

2. Achtsamkeit im Alltag – Achte darauf, was du tust

Der Zenmeister und das Glück

Es kamen einmal einige Besucher zu einem alten Zenmeister.

Einer von ihnen fragte den weisen Mann:

„Was tust du, um glücklich zu sein? Du wirkst so zufrieden. Ich wäre auch gerne so glücklich wie du.“

Der Alte antwortete darauf mit mildem Lächeln:

“Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.”

Verwundert blickte der Fremde ihn an. Etwas verlegen sagte er:

“Bitte, treibe keinen Spott mit mir. Was du sagst, tue ich auch alles. Ich schlafe, esse und gehe. Aber ich bin nicht glücklich! Was ist also dein Geheimnis?”

Der Zenmeister lächelte wieder und erklärte dem Mann nun folgendes:

“Sicher liegst auch du. Und du gehst auch und du isst.

Aber während du liegst, denkst du bereits ans Aufstehen. Während du aufstehst, überlegst du dir wohin du gehst und während du gehst, fragst du dich, was du essen wirst.

Deine Gedanken sind ständig woanders und nicht da, wo du gerade bist. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt.

Lass dich auf diesen Augenblick ganz ein und du hast die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.”

Lenke deine volle Aufmerksamkeit auf das, was du tust.

Wenn du zum Beispiel isst, dann tue nichts anderes dabei. Betrachte dein Essen.

Wie sieht es aus? Welche Farben hat es? Wie riecht es? Wie fühlt es sich im Mund an? Ist es fest und knackig oder zergeht es auf der Zunge? Was schmeckst du genau?

Achte auf Kleinigkeiten.

Wie spießt du dein Essen mit der Gabel auf? Benutzt du ein Messer? Wie verwendest du es?

Probiere die Übung mit anderen Tätigkeiten, wenn du magst.

Hast du schon einmal darauf geachtet, was du im Einzelnen eigentlich tust?

Was machst du auf der Arbeit oder zu Hause?

Wie hältst du den Stift, wenn du schreibst? Wie räumst du den Tisch ab? Wie gießt du die Pflanzen? Wie legst du die Wäsche zusammen?

Beobachte dich, bei den Dingen, die du tust. Bewerte sie nicht, nimm sie einfach wahr.

Erkenne die einzelnen Schritte, deine Vorgehensweise, die du dir mit der Zeit angewöhnt hast.

Du kannst auch einen Schritt weitergehen. Wie gehst oder sitzt du während der Tätigkeiten? Wie atmest du?

3. Körperscan – Spüre dich selbst

Diese Übung kannst du für 5 Minuten einfach zwischendurch machen oder dir eine ganze Stunde dafür Zeit nehmen.

Am Leichtesten ist es, wenn du dazu deine Augen schließt.

Atme tief in den Bauch hinein und lenke deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf einzelne Bereiche deines Körpers.

Wie fühlen sich deine Zehe an, dein Fuß, dein Knöchel. Gehe Stück für Stück deinen Körper durch. Spüre in jedes Körperteil hinein. Falls du mit deinen Gedanken abschweifst, kehre einfach wieder zurück an die Stelle, an der du gerade warst und mache weiter.

Auch hier geht es darum, einfach zu beobachten, zu fühlen ohne darüber nachzudenken oder zu bewerten, ob es gut oder schlecht, was du spürst.

Du entspannst mit der Zeit automatisch und erhältst ein besseres Körpergefühl.

Ab nächster Woche findest du hier auf meinem Blog den 2. Teil mit den 3 weiteren Achtsamkeitsübungen:

Den Moment genießen – 6 Achtsamkeitsübungen Teil 2

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Bianca Ritter ist Buchautorin. Sie reist seit Anfang 2018 mit ihrem Mann und Hund durch Europa. Ihre Herzensmission ist es, Menschen dabei zu unterstützen,sich wieder mit ihrer inneren Stimme zu verbinden und herauszufinden, was sie im Leben wirklich glücklich macht.

1 Kommentar

  1. Markus

    Danke für die Übungen und Anregungen. Ich suche mir jeden Tag drei kleine Tätigkeit aus, die ich dann achtsam erledige, wie Blumen gießen, Schreibtisch aufräumen oder Geschirr spülen. Das hilft mir aus dem Autopilot Modus rauszukommen. Ergänzend mache ich gerne eine Gehmeditation oder den Bodyscan.

    Gruß,
    Markus

    Antworten

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